Paul Maars Figurenkosmos

Paul Maars Figurenkosmos

Paul Maar hat eine Vielzahl an Figuren erschaffen – allesamt liebenswerte und sehr besondere Persönlichkeiten! Sie hier alle einzeln aufzuführen ist kaum möglich, aber die bekanntesten und beliebtesten wollen wir euch kurz vorstellen. Das sind: der verträumte Lippel, der etwas andere Hund Herr Bello, die quirligen Opodeldoks, das kleine Känguru mit all seinen Freunden und natürlich nicht zu vergessen das Sams!

Lippel

„Gibt es das wohl, dass verschiedene Menschen die gleiche Geschichte träumen?“

aus „Lippels Traum“

Lippel

Steckbrief

Name: Philipp Mattenheim

Alter: 10 Jahre

Talente: Dichten, Träumen

Lippel mag: Am allermeisten Sammelbilder, eingemachtes Obst und Bücher.

Er mag nicht: Tomatensuppe!

Lippels Mutter: kocht niemals Obst ein, kann aber einwandfrei eine Zentralheizung entlüften! Manchmal hält sie vor vielen Menschen Vorträge über alte Kirchen und Gemälde, einmal sogar auf einem sehr großen Kongress in Wien.

Lippels Vater: hat eine Schwäche für ausgefallene Küchenmaschinen. Außerdem kennt er hervorragende Verstecke für kleine Briefe, mit denen er Lippel überrascht. Meistens schreibt er zu Hause Artikel für seine Zeitung. Aus irgendeinem Grund muss er viel öfter, als eigentlich normal wäre, neue Limonadekästen kaufen gehen …

Beschreibung

Lippel träumt. Aber er träumt nicht einfach so, wie jeder andere. Denn wenn Lippel sich fest vornimmt, eine Geschichte anstatt sie zu lesen, zu träumen, passiert etwas Besonderes: Der Traum geht nicht am Morgen zu Ende, wie jeder normale Traum, sondern er setzt sich in der darauf folgenden Nacht fort. Am Tag geht Lippel also zur Schule, macht die Hausaufgaben und isst eingemachtes Obst bei seiner Freundin Frau Jeschke; in der Nacht aber träumt er wieder und wieder von einem morgenländischen Königspalast, einem stummen Prinzen mit seiner Schwester und von einer äußerst gefährlichen Flucht durch die Wüste.

… oder träumt er das gar nicht? Denn wer will bei einem so akkurat geträumten Fortsetzungs-Abenteuer mit Bestimmtheit sagen, welcher Lippel denn nun der richtige ist? Ist es der Lippel, der Sammelbilder und eingelegtes Obst mag und dem beim Jogurtbecher-Einkaufen wieder einmal der Regenmantel fehlt? Oder der morgenländische, in seltsame Gewänder Gekleidete?

Mit dem Wetter ist es übrigens so eine Sache, egal ob Lippel nun wach ist oder träumt. Gerät er zum Beispiel im Traum in einen schlimmen Sandsturm (Lippel träumt ja sehr oft vom Morgenland, wo es, anders als auf dem Weg zur Schule oder zum Einkaufen, durchaus auch mal Sandstürme gibt) und wird ihm mitten in der Wüste auch noch das Wichtigste, nämlich sein Regenmantel, davongeweht. Dann nimmt er ihn am nächsten Morgen natürlich nicht mit in die Schule, denn er ist ja in der Wüste verschwunden, denkt Lippel – und wird prompt auf dem Schulweg von einem Regenguss überrascht. Ein hinterhältiges Wetter …

Lippel jedenfalls, der eigentlich Philipp heißt, lebt mit seinen Eltern in einem Einfamilienhaus mit einem Dachboden, auf dem Lippel faszinierende alte Sammelalben entdeckt. Außerdem gibt es einen ganz besonderen Platz, neben Lippels Zimmer, gleich unter der … ach nein. Dieser ganz besondere Platz sollte vorerst noch Lippels Geheimnis bleiben.

Ach, und wenn ihr das nächste Mal Jogurt kauft, nehmt am besten die mit den Sammelpunkten zum Ausschneiden auf dem Deckel und schickt die Punkte an Lippel. Er möchte sich sicher gern neue „spannende Farbbilder“ bestellen, wenn er 100 Punkte zusammen hat.

Herr Bello

„Hunde sprechen hundlich, Mönschen sprechen mönschlich.“

aus „Alles von Herrn Bello“

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Steckbrief

Gattung: Mönsch! … äh, Mensch, meistens jedenfalls.

Lieblingsessen: Das Glibbrige, das beim Dosenfutter die Lücken zwischen den Fleischbrocken füllt. Über einen Knochen, der drei Tage im Garten vergraben war, freut er sich auch immer sehr.

Freund: Max! Der Junge, der ihn vom Bauernhof mitgenommen, ihm eine eigene Schlafdecke und ein schönes Zuhause gegeben hat, ist sein bester Freund. Herr Bello beschützt Max, wenn es nötig ist, und geht sehr gern mit ihm spülen … spielen!

Herr Bello mag: Musik. Violinkonzerte, bei denen man so richtig schön laut mitsingen kann, zum Beispiel.
Herr Bello mag auch Frau Lichtblau, was zu einigen Problemen mit Herrn Sternheim führte; Adrienne von Eschenheim mag er auch sehr, was die Probleme zum Glück wieder löste.

Er mag nicht: Wenn Stärkere Max schlecht behandeln.

Beschreibung

Herr Bello gehört Max. Zugegeben, das ist eigenartig. Normalerweise gehören Leute ja nicht einfach so anderen Leuten. Aber die Geschichte von Herrn Bello und Max ist natürlich eine ganz besondere.

Es kam so: Seit Max’ Mutter in Tasmanien wohnt – oder war es Tunesien? – jedenfalls, seitdem sie irgendwo anders hingezogen ist, um so etwas ungewöhnliches wie Jägerin zu werden, lebt Max allein mit seinem Vater. Aber weil sein Vater in seiner Apotheke Tabletten verkaufen und stinkende Flüssigkeiten zusammenmischen muss, ist Max oft allein.

Max wünschte sich schon lange einen Hund. Eigentlich wünscht er ihn sich nicht, weil er so oft allein ist, sondern einfach so. Aber jedenfalls wollte er nicht irgendeinen Hund. Es musste schon genau der richtige sein, einer, bei dem man auf den ersten Blick spürt, ob man ihn haben möchte.

Und dann entdeckte Max auf einem Bauernhof den Hund Bello und wusste sofort, dass Bello der Hund war, den er, Max, wirklich haben wollte. So kam es, dass Bello zu Max und seinem Vater nach Hause kam.

Soweit so gut. Aber wie kommt es nun, dass es einen Herrn Bello gibt, wenn der Name des Hundes doch eigentlich Bello ist? Sicher ist, dass das, wodurch es dazu kam, niemals möglich gewesen wäre, wenn nicht eines Tages eine geheimnisvolle alte Frau in die Apotheke von Max’ Vater gekommen wäre …

Die Opodeldoks

Die Opodeldoks

„Wir sind die Opo-,
wir sind die Deldoks
und fragen nicht zu viel,
wir sind gescheit.
Denn wer zu vieles fragt,
denn wer zu vieles fragt,
der kriegt nur Ärger
und der kommt nicht weit.”

aus „Die Opodeldoks“

Das sind die Opodeldoks

Oberdeldok: Ist, wie sein Name schon sagt, der „Ober“-Deldok und vermutlich deshalb manchmal ein bisschen laut und ein bisschen zu sehr stolz auf sich. Alles in allem ist er aber friedlich und zufrieden, vor allem, wenn er sich auf sein Lieblingsessen zusammen mit seiner Familie, den anderen Opodeldoks, freuen kann.

Opozähldok: Ist der Bruder vom Oberdeldok. Er heißt so, weil er zählt. Klar. Aber er zählt alles und das die ganze Zeit. Wenn man es mit dem Opozähldok zu tun bekommt, versteht man erst, was es im Leben alles so zu zählen gibt. Na ja, manchem geht das schon auch mal auf die Nerven, aber seine besondere Gabe ist manchmal auch sehr von Vorteil.

Opadeldok: „Früher war alles schlechter“, ist der Lieblingssatz vom Opadeldok. Und das Beste ist: Wenn man ihm lang genug Zeit lässt und er sich richtig mächtig anstrengt, gelingt es ihm manchmal sogar, sich an früher zu erinnern …

Omadeldok: Eine warmherzige, scharfsinnige und zudem ausgesprochen mutige Oma ist sie. Als es darum geht, sich mit den anderen Opodeldoks auf eine abenteuerliche Suche nach ihrem Enkel Deldok zu machen, ist sie diejenige, die einen mutigen Entschluss fasst.

Deldok: Obwohl der kleine Deldok ein opodeldös helles Köpfchen ist, will es ihm einfach nicht gelingen, in der Schule, in der sein Vater, der Oberdeldok, ihn unterrichtet, die mindestens 98 Grassorten, die es bei ihm zu Hause im Grasland gibt, auseinanderzuhalten. Er hat eben jede Menge andere Dinge im Sinn – worin sich ein Opodeldok-Kind ja gar nicht so sehr von den allermeisten Menschenkindern unterscheidet. Deldok muss einfach immer darüber nachzudenken, was hinter den Bergen ist, die seine Heimat, das Grasland, umgeben. So sehr die Erwachsenen auch beteuern, dass dort einfach absolut nichts sei, so fest und gewiss ist die Überzeugung des kleinen Deldok, dass es dort etwas geben muss!

Beschreibung

Opodeldoks sind die Bewohner eines weit, weit entfernten Landes: dem Grasland. Das einzige, was dort im Grasland wächst, ist – richtig: Gras! Da es im gesamten Grasland also keine Bäume und somit kein Holz gibt, schlafen die Opodeldoks nicht in Häusern, sondern alle zusammen in einer geräumigen Höhle im Fels.

Das könnte allerdings ganz schön kalt und ungemütlich sein, wenn die Opodeldoks es nicht glücklicherweise verstehen würden, aus den Gräsern, die in ihrem Land wachsen, wunderbar bequeme Kissen anzufertigen. In ihrer Höhle ist es also immer warm und gemütlich.

Neben dem vielen Gras gibt es im Grasland auch Tiere. Allerdings nur eine einzige Tierart: Hühner. Aber das sind nicht irgendwelche Hühner, sondern wunderbare, besonders weiße und besonders prächtige Hennen. Womit auch der Speiseplan der Opodeldoks kein Geheimnis mehr wäre: Sie essen Gras und Eier, und zwar in allen Variationen.

Stolz und Freude der Opodeldoks ist ihr einziger Nachkomme: der kleine Deldok.

Das kleine Känguru

Das kleine Känguru

„Der kleine braune Bär,
das kleine Känguru,
die ziehn den Schlitten hinter sich
und freuen sich ganz fürchterlich
und singen laut dazu –
der kleine braune Bär
das kleine Känguru.“

aus „Das kleine Känguru und seine Freunde“

Beschreibung

Wenn man noch klein ist, gibt es jeden Tag so vieles zu entdecken und man lernt ständig neue Dinge dazu. Wie lernt man fast alles am allerbesten? Richtig, beim Spielen! Und genau das tut das kleine Känguru am liebsten. Jeden Tag erfindet es mit seinen Freunden neue Spiele und entdeckt dabei die interessantesten Dinge: Über Regenschirme, Schneemänner, den Zirkus oder darüber, welche Art von Kasperletheater man am besten spielt, wenn das Publikum nicht aus Menschen, sondern aus Tierkindern besteht …

Das kleine Känguru und seine Freunde

Kängurumutter: immer, wenn es drauf ankommt, hat die Mutter des kleinen Känguru prima Ideen parat. Selbst am allertrübsten Herbsttag weiß sie, wie man etwas richtig Spannendes erleben kann. Sie macht fast jeden Spaß mit und rückt sogar so manches Küchengerät heraus, wenn es der wichtigsten Sache dient, die es im Leben eines kleinen Kängurus nun mal gibt: dem Spielen.

Der kleine Hund: mit ihm hat das kleine Känguru einmal einen Schneemann so gut versteckt, dass er … na ja, nicht mehr zu sehen war.

Der kleine Dachs: ist etwas Besonderes, denn er spielt besonders gerne in dunklen Höhlen oder Kellern. Angst scheint er dabei nicht zu kennen.

Die vier Mäuse: haben großen Mut bewiesen, als sie einmal dem kleinen Känguru halfen, zu beweisen, dass es fliegende Mäuse gibt – irgendwie muss man ja den frechen Vögeln zeigen, dass sie nicht immer Recht haben.

Der kleine Bär: hat sehr gute Einfälle! Er weiß sogar, wie man einen kleinen Elefanten vom Schluckauf befreien kann.

Und schließlich: Die Schlabberschlange, die immerhin vom Zirkusss kommt und daher sehr genau weissss, wie man ein Publikum fasssssssziniert.

Das Sams

Das Sams

Das Sams ist ein respektloses, witziges, vorlautes, kindliches Wesen mit roten Haaren, Rüsselnase und blauen Punkten im Gesicht. Es trifft an einem Samstag Herrn Taschenbier und erklärt ihn kurzerhand zu seinem Papa.

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